Fünf Jahre nach ihrer ersten Zusammenarbeit kehrten das Hilliard Ensemble und Jan Garbarek ins Kloster St. Gerold zurück, um laut Sänger John Potter erneut das Unbekannte zu erforschen. Das daraus entstandene Doppelalbum "Mnemosyne" beeindruckt durch seine große stilistische Bandbreite und eine weiterentwickelte improvisatorische Komponente im Vergleich zum Vorgänger. Das Repertoire dieses Albums reicht über 22 Jahrhunderte: Von der "Delphischen Hymne" des Athenaeus bis zu Veljo Tormis’ "Estnischem Wiegenlied", ergänzt durch frei interpretierte Fragmente von Volksliedern aus Nord- und Südamerika sowie Spanien. Darüber hinaus finden sich Werke von Tallis, Dufay, Brumel, Hildegard von Bingen, Jan Garbarek, ein russischer Psalm, eine schottische Ballade aus dem 16. Jahrhundert und viele weitere Stücke. "Wir musizierten ausschließlich füreinander, ohne Publikum – es sind unwiederholbare Aufführungen, die nie wieder genauso klingen werden."[1]