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Break Stuff

Break Stuff

Vijay Iyer Trio, Vijay Iyer

Dauer 71 Min

Nachdem die formalen Aspekte abgehandelt wurden, setzt ein „Break“ ein. Vijay Iyer beschreibt diese Unterbrechung als eine Phase, in der sich neue Möglichkeiten eröffnen, und hebt ihre Relevanz für Breakdowns, Breakbeats und Breakdancing hervor – der Augenblick, in dem alles zu pulsieren beginnt. Unter den hier präsentierten Werken finden sich Überarbeitungen eigener Kompositionen Iyers, darunter Auszüge einer Suite, die im Museum of Modern Art in New York ihre Premiere feierte. Mit dem Schriftsteller Teju Cole und einem großen Ensemble entstand das Werk „Open City“, in dem die Gruppe jedem Stück eine frische Dynamik verleiht. Das Stück „Hood“ versteht sich als Widmung an Robert Hood, einen Pionier des Detroit-Techno, während „Work“ Iyers Bewunderung für seinen „Nummer-eins-Helden“ Thelonious Monk ausdrückt. „Countdown“ interpretiert ein Coltrane-Klassiker neu und verwebt ihn mit westafrikanischen Rhythmen. In „Mystery Woman“ dominieren komplexe Strukturen, die sich an südindischer Trommelmusik orientieren. Das Trio hat eine markante musikalische Handschrift entwickelt, wobei das gemeinsame Schaffen und die Erkundung aller Facetten des Zusammenspiels im Mittelpunkt stehen. Trotzdem bekommen alle drei Musiker ausreichend Raum für Soli. In einer besinnlichen Passage in der Mitte der Aufnahme spielt Iyer eine gefühlvolle Version von Billy Strayhorns „Blood Count“ als Solostück. Die Einspielung von „Break Stuff“ erfolgte im Juni 2014 im New Yorker Avatar Studio unter der Produktion von Manfred Eicher. Es handelt sich um die dritte Veröffentlichung Iyers beim Label ECM, nach den Projekten „Mutations“ und „Radhe Radhe: Rites of Holi“. Das Vijay Iyer Trio tourte im Februar und März 2015 durch die USA und Europa.