Der Bandleader András Keller und Produzent Manfred Eicher stellten für das Cantante e tranquillo Keller Quartett ein fein austariertes Programm zusammen, das sich ausschließlich auf langsame Sätze konzentriert. Gemeinsam begannen sie, Aufnahmen der vergangenen zwanzig Jahre zu analysieren und Werke verschiedener Zeitepochen gegenüberzustellen, um Beziehungen zwischen Komponisten der Vergangenheit und der Gegenwart aufzuspüren. Als Rahmen für das Album entschlossen sie sich, die Adagios aus Beethovens Op.130 und 135 einzuspielen, neue Einspielungen von Kurtág zu ergänzen und sowohl ältere als auch neuere Interpretationen von Knaifel, Ligeti und Bach mit einzubeziehen. In den Begleittexten merkt Wolfgang Sandner an, dass diese Einspielung durch eine melancholische Anmutung geprägt sei. Obwohl die Stücke zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind, wirken sie, als seien sie füreinander geschaffen. Die Musik erscheint klar und unmittelbar – wir erleben sie als Musik, als schöne Musik, als große Musik.