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Mercy

Mercy

Meredith Monk

Dauer 58 Min

Kurz vor ihrem 60. Geburtstag erschien Meredith Monks achtes Album bei ECM, ein bedeutendes Werk der zeitgenössischen Musik. Fast vier Jahrzehnte lang hat diese herausragende interdisziplinäre Künstlerin musikalische Kategorien hinterfragt und Grenzen zwischen den Stilen überschritten. 'mercy' wurde in den USA erstmals als multimediales Bühnenprojekt vorgestellt, das Monk gemeinsam mit der renommierten Installationskünstlerin Ann Hamilton realisierte. Das Album geht jedoch weit über einen bloßen Soundtrack hinaus: Einige Kompositionen entstanden bereits, bevor Monk und Hamilton ihre Zusammenarbeit begannen. Die Reihenfolge und das Material der Bühnenfassung wurden umfassend neu strukturiert, mit zahlreichen Veränderungen, Verdichtungen und Erweiterungen der Formen. Im Zentrum von Monks Schaffen steht das Singen und das Ausloten der menschlichen Stimme in ihrer ganzen Bandbreite. Ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der sogenannten erweiterten Gesangstechniken hat das musikalische Schaffen vieler nachfolgender Künstler maßgeblich geprägt. Als sie 1965 mit ihren vokalen Experimenten begann, war dieses Feld kaum erforscht. Seither finden sich Spuren ihrer Arbeit in unterschiedlichsten Musikrichtungen und sie beeinflusste Künstler wie Joan La Barbara, Kate Bush, Laurie Anderson und Björk – letztere hat Monks 'Gotham Lullaby' aktuell in ihr Live-Programm aufgenommen.