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Victor Le Masne eröffnet eine neue Ravel-Welt – sein Album erscheint zum 20-jährigen Jubiläum der erfolgreichen Reihe Recomposed

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© Linda Rosa Saal
29.08.2025

Der Komponist und Musikalische Leiter der Olympischen und Paralympischen Spiele von Paris (2024) schlägt in seiner Hommage zum 150. Geburstag von Ravel eine Brücke zwischen zeitgenössischer und klassischer Musik

Mit Le Masnes Neuinterpretationen von Boléro, Le jardin féerique sowie Auszügen aus dem Streichquartett und L’enfant et les sortilèges und vielem mehr

Das Album erscheint am 21. November 2025 – mit Christine and the Queens (Text und Gesang), Julius Asal (Klavier) und Camille Thomas (Cello)

 »Ravels Musik ist so modern und universell. Sie kann sehr anspruchsvoll sein,
bleibt dabei aber immer offen und unglaublich warm – und genau diese Wärme und Menschlichkeit wollte ich bewahren.«
(Victor le Masne)

Mit Ravel Recomposed legt Victor Le Masne eine Hommage an einen der größten Meister der französischen Musikgeschichte vor. Sein Album mit zwölf Stücken verbindet Klassik und Jazz mit dem Puls des French Touch und schlägt Brücken zwischen Tradition und Gegenwart. Der Grammy®-prämierte Komponist, Produzent und Multiinstrumentalist, der zuletzt als Komponist und Musikalischer Leiter der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Paris auf sich aufmerksam machte, arbeitete in dem Projekt mit herausragenden Künstler:innen zusammen, darunter Christine and the Queens, Julius Asal und Camille Thomas. Das Album erscheint anlässlich des 150. Geburtstags von Maurice Ravel.

Ravel Recomposed ist zugleich die jüngste Veröffentlichung der wegweisenden Reihe Recomposed von Deutsche Grammophon. Dieses vielbeachtete Format nahm vor 20 Jahren seinen Anfang mit Matthias Arfmanns Bearbeitungen von Aufnahmen der Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan. Seitdem prägt es eine ganze Generation von Hörer:innen.

Ravel Recomposed ist ab dem 21. November 2025 in allen Formaten erhältlich. Le jardin féerique kommt vorab am 29. August als Single heraus. Das Stück inspirierte das Albumcover, das von Le Masnes Ehefrau Jill Caytan gestaltet wurde. »Es geht um die Idee üppiger musikalischer Landschaften und um das Verblassen«, sagt der Komponist. »Wenn man eine Blume betrachtet, ist sie zeitlos und vergänglich zugleich. Das erinnert mich an Le jardin féerique, den Feengarten. Ich bat Jill, das Bild zu gestalten, weil ich etwas Authentisches und Privates wollte, das mir am Herzen liegt.«

Ravel hat für Le Masne eine besondere Bedeutung. »Ich bin in einer Musikerfamilie aufgewachsen, und mein Vater ist Komponist«, sagt er. »Als ich sehr jung war, spielte er mir oft Ravel vor. Und meine Mutter liebte L’enfant et les sortilèges. Die Geschichte, in der das Kind alles um sich herum zerstört und die Dinge und Tiere dann zum Leben erwachen, fand ich immer etwas unheimlich. Aber die Musik ist mir im Kopf geblieben.«

Im Alter von 16 bekam Le Masne von seinem Vater eine Kassette mit Ravels Boléro und »Lever du jour« aus Daphnis et Chloé geschenkt. »Ich spielte die Stücke immer und immer wieder«, erinnert er sich. »Und irgendwann habe ich angefangen, Ravels Harmonien bewusst zu hören und wirklich in sie einzutauchen – nicht wie ein Kind, sondern als jemand, der sich seiner Musik öffnet.«

Jahre später floss diese Erfahrung in seine Arbeit als Komponist und Musikalischer Leiter der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris ein. Neben der Zusammenarbeit mit internationalen Künstler:innen wie Lady Gaga, Aya Nakamura, Jean-Michel Jarre, Céline Dion und anderen schrieb er für alle vier Zeremonien die Musik – darunter auch Neuinterpretationen mehrerer Werke von Ravel.

Christian Badzura, Vice President A&R New Repertoire bei Deutsche Grammophon, wurde auf ihn aufmerksam und lud ihn ein, sich an Recomposed zu beteiligen – Komponist:innen treten hier in einen Dialog mit Musik vergangener Epochen. Frühere Veröffentlichungen umfassen etwa Matthew Herberts Bearbeitung von Mahlers Zehnter Symphonie, Peter Gregsons Neubearbeitung der Cellosuiten von Bach und Max Richters Neuinterpretationen von Vivaldis Vier Jahreszeiten. »Es ist wichtig, so ein Projekt mit Verstand und Respekt anzugehen«, sagt Le Masne. »Und wenn dann noch Spaß hinzukommt, lässt sich etwas wirklich Interessantes machen.«

»Victor findet in diesem Projekt eine schöne Balance aus Wertschätzung und Neuschöpfung«, sagt Badzura. »Indem er Ravel seine eigene musikalische Stimme gibt, schafft er etwas, das einerseits zeitlos, andererseits modern wirkt. Es ist ein mutiges künstlerisches Statement, das das Repertoire bereichert und einem neuen Publikum öffnet, das einfach große Musik hören will.«

Nachdem Le Masne Ravels Partituren eingehend studiert und alles über den Komponisten gelesen hatte, wählte er zwölf Stücke aus und begann, sie mit unterschiedlichsten Genres und kompositorischen Techniken neu zu fassen. Auf dem Album spielt er selbst Klavier, Synthesizer und Schlagzeug, er leitet die Studiomusiker und geht in einen engen Austausch mit seinen drei Gast-Solist:innen.

Der Singer-Songwriter, Produzent und Choreograf Christine and the Queens, der bereits bei den Paralympics mit Le Masne zusammenarbeitete, improvisierte einen eigenen Text zu Boléro: »So etwas habe ich noch nie erlebt. Das ist wirklich beeindruckend!« In Jeux d’eau erweiterte Le Masne die Solopartie von Pianist Julius Asal um Streicher und Holzbläser, und bei Chanson hébraïque wird Camille Thomas’ eindringliche Cellostimme von Gitarre, Bass und Kalimba begleitet.

Le Masnes kompositorische Kreativität zeigt sich besonders in »Lever du jour«, wo er eines von Ravels schönsten Themen buchstäblich auf den Kopf stellt. »Mir gefällt der Gedanke einer verkehrten Welt für den letzten Track, weil es bei diesem Album darum geht, Ravels Musik auf neue Weise zu denken und neu zusammenzusetzen«, sagt er. »Ich beginne also mit der rückwärts gespielten Melodie, gehe dann in die originalen Harmonien, nutze sie aber als eine Art Loop. Dann folgt ein Höhepunkt mit neuer Instrumentierung. Und es gibt vielleicht 30 Sekunden dieses Höhepunkts, bevor auch der in umgekehrter Form zurückkehrt. Das Original ist so gut geschrieben, dass es sogar rückwärts fantastisch klingt!«

August 2025

 

 

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