Im Jahr 1991 schlossen sich in München vier Musiker mit verschiedenen musikalischen Prägungen zusammen und gründeten das Rosamunde Quartett. Von Beginn an wurde das Ensemble maßgeblich von Sergiu Celibidache und Heinrich Schiff gefördert. Bereits ein Jahr nach der Gründung feierte das Quartett bei den Berliner Festwochen einen wichtigen Erfolg und wurde, wie ein Kritiker betonte, „in die Elite des erhabenen Gildenverbandes der Streichquartette“ aufgenommen. Seitdem sind sie regelmäßig auf bedeutenden Festivals vertreten. Die Musik des tschechischen Komponisten Burian, die lange unterschätzt wurde, faszinierte das Quartett von Anfang an. In ihrem Programm stellen sie dessen viertes Streichquartett dem achten von Schostakowitsch gegenüber und thematisieren dabei die bewegten Lebensgeschichten beider Komponisten. Den Auftakt bildet Webers ‚Langsamer Satz‘, der als Abschied von der Romantik gilt.