Für ihr Debütalbum als Solocellistin in der ECM New Series bringt Anja Lechner Werke von drei Komponisten mit sehr unterschiedlichen Hintergründen zusammen: JS Bach, Carl Friedrich Abel und Tobias Hume. Lechner, die in ihrer langen Diskografie bisher vor allem als Mitglied des bekannten Rosamunde Quartetts sowie an der Seite bedeutender Künstler aus verschiedenen musikalischen Richtungen zu hören war, hat dadurch eine besondere künstlerische Weitsicht entwickelt. Mit ihrem eigenen Ansatz für Kompositionen, die ursprünglich für Violoncello oder Viola da Gamba geschaffen wurden, eröffnet sie neue Klangperspektiven auf Musik, deren Entstehung zwei Jahrhunderte umspannt. Im Mittelpunkt des Programms stehen die beiden ersten Solosuiten aus Bachs berühmtem sechsteiligen Zyklus für Violoncello, eingerahmt von Werken von Abel und Hume, die ursprünglich für die Viola da Gamba konzipiert waren und durch Lechners Interpretation auf dem Cello in neuem Licht erscheinen, teils von ihr selbst neu arrangiert. Die beigefügten Liner Notes von Kristina Maidt-Zinke heben hervor, wie staunenswert leicht und logisch sich in diesem Album drei musikalische Welten miteinander verbinden. Die Aufnahmen fanden in der Himmelfahrtskirche in München statt, produziert wurde das Album von Manfred Eicher.